Unterricht für den Frieden im Rahmen des fünften Gipfels der First Ladies und Gentlemen

Momentaufnahmen aus der Ukraine. Unerzählte Geschichten von Jugendlichen

  • Olena Selenska

    Frieden beginnt mit dem Sicherheitsgefühl jedes einzelnen Kindes. Erst wenn Kinder ohne Angst lernen, miteinander umgehen und träumen können, hat eine Gesellschaft wirklich eine Zukunft. Der Friedensunterricht, den wir für den Gipfel entwickelt haben, ist nicht einfach eine weitere Stunde im Stundenplan. Er erinnert uns daran, dass Frieden im Herzen jedes Menschen beginnt, in seinen täglichen Handlungen.

    Wir bringen Kindern nicht nur bei, ohne Krieg zu leben, sondern auch, einander zu respektieren und verschiedene Kulturen zu verstehen. Wir laden Lehrkräfte weltweit ein, ihren Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass die Zukunft vor allem von der Fähigkeit der nächsten Generation abhängt, Brücken statt Mauern zu bauen.

    Olena Selenska

    First Lady der Ukraine, Gründerin des Gipfels

  • Oksen Lisovyi

    Dieser Unterricht ist eine Einladung an Jugendliche in aller Welt, die Ukraine mit den Augen ihrer Altersgenossen zu sehen. Nicht nur durch die täglichen Nachrichten, sondern durch lebendige, emotionale Geschichten von Menschen, die in der U-Bahn zur Schule gehen, Prüfungen unter Luftalarm schreiben, ihr Zuhause verloren haben, deportiert wurden und dennoch weiter träumen, forschen, ehrenamtlich helfen und die Zukunft gestalten.

    Ja, wir sprechen über den Krieg, aber nicht nur darüber. Wir sprechen über das Leben, das trotz des Krieges weitergeht. Über Kinder, die zu früh erwachsen werden mussten und doch ihre Menschlichkeit nicht verloren haben. Über jene, die weiter träumen und handeln – für ihr Land und für eine friedliche Zukunft der ganzen Welt.

    Oksen Lisovyi

    Minister für Bildung und Wissenschaft der Ukraine

In der Ukraine lernen  
3,74 Millionen Schülerinnen und Schüler

Davon sind 1,3 Millionen Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren.

  • 600 000

    Kinder haben aufgrund der Nähe zu Kampfhandlungen ausschließlich Zugang zu Online-Unterricht. Die meisten von ihnen haben ihre Lehrkräfte und Klassenkameradinnen und -kameraden noch nie persönlich gesehen.

  • 19 546

    Kinder wurden nach Russland deportiert oder zwangsweise verbracht.

  • 1,3 Millionen

    Kinder leben in vorübergehend besetzten Gebieten.

  • 630

    Kinder wurden in den dreieinhalb
    Jahren der großangelegten Invasion von Russland getötet.

  • 1 960

    wurden in unterschiedlichem Ausmaß verletzt.
    Diese Zahlen steigen täglich.

  • 82%

    der Jugendlichen optimistisch auf ihre eigene Zukunft.

  • 62%

    der Jugendlichen fühlen sich
    in ihren Städten glücklich.

  • 90%

    der 13- bis 19-Jährigen geben an,
    beim Wiederaufbau der Ukraine mithelfen zu wollen.

  • 67,5%

    haben das Gefühl, persönlich zum Fortschritt des Landes beizutragen.

Forschungsquellen
Stiftung von Olena Selenska. Zukunftsindex. 2025
Umfrage der Initiative Urban Movement. Die Stadt hat mich. 2024
Club Dobrodii. Jugendliche und ihr Leben im Krieg. Stimmungen, Werte, Zukunft. 2023

Genau diese Jugendlichen tragen die Zukunft

– nicht nur der Ukraine, sondern der ganzen Welt.

Deshalb wollten wir mit diesem Unterricht die Ukraine, die Erfahrung des Lebens im Krieg und die Zukunftsbilder gerade durch ihre Augen zeigen.
Ihre Geschichten sind ehrlich, aufrichtig und berührend. Unterschiedlich und doch verbunden durch gemeinsame Alltagsroutinen. Durch gemeinsamen Schmerz.
Diese drei Geschichten bilden den Kern eines Unterrichts, den das Team des ukrainischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft gemeinsam mit ukrainischen Lehrkräften im Rahmen des Gipfels der First Ladies und Gentlemen für Lehrkräfte in verschiedenen Ländern entwickelt hat.

Diana und ihre Geschwister wurden Anfang 2022 zwangsweise nach Russland deportiert. 

Erst nach drei Jahren konnten sie zurückkehren. Die Jugendliche berichtet von ihrer Deportation, vom Weg nach Hause sowie von ihren Träumen und Plänen.

Die Geschichte von Nazarij und Oryna aus Saporischschja

Einer Stadt dreißig Kilometer von der Frontlinie entfernt, die täglich unter Beschuss steht. Sie erhielten erst wieder Zugang zu Bildung, als in Saporischschja eine unterirdische Schule eröffnet wurde – der einzige Ort, an dem man sicher lernen kann.

Am 31. Juli 2025 traf eine russische Rakete ein Wohnhaus in Kyjiw und tötete den 16-jährigen Roman, seine Mutter und seinen Bruder.

Roman gehörte zum Team des Projekts UActive und engagierte sich mit seinen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden aktiv im Ehrenamt und für die Entwicklung seiner Gemeinde. In dem Video erzählen seine Freundinnen und Freunde, wie sie diesen Verlust bewältigen.

Für Lehrkräfte in verschiedenen Ländern entwickelt hat. Für alle, deren Schülerinnen und Schüler sich für den von Russland entfesselten Krieg gegen die Ukraine, für die Geschichte und Kultur der Ukraine und für die Erfahrungen ihrer ukrainischen Altersgenossen interessieren.

 

 

  • Gehen sie zur Schule
  • Haben sie Smartphones
    und Zugang zum Internet
  • Welche Musik hören sie
  • Wofür interessieren sie sich

Über den Unterricht

  • für Jugendliche von
    vierzehn bis achtzehn Jahren

  • Materialien für eine bis vier
    Unterrichtsstunden

  • Flexibilität bei der
    Auswahl der Aktivitäten

  • Adaption in fünf Sprachen

    Englisch, Deutsch, Französisch, Polnisch, Spanisch

  • Schritt-für-Schritt-Handreichungen
    für Lehrkräfte

  • Möglichkeit, Fragen zu stellen und
    Rückmeldung zu geben

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Fragen und Zusammenarbeit

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